Kommunikation

Manchmal stehen Eltern (Lehrer, Großeltern, …) am Rand der Verzweiflung, weil sie die Verhaltensweisen ihres Kindes nicht nachvollziehen können. Oftmals lassen sich diese Unstimmigkeiten ausgleichen, wenn man Verständnis für die unterschiedlichen Bedürfnisse der anderen Menschen entwickelt. Die Terlusollogie gibt hierbei eine Grundorientierung. Denn das Wissen um die Besonderheiten eines anderen Menschen erleichtert es sehr, auch die nötige Rücksichtnahme und das Verständnis aufzubringen. Am Ende kann dies ein sehr fruchtbarer Prozess werden, von dem alle Beteiligten profitieren. Hier einmal eine kleine Liste von möglichen Fragestellungen, die in einer Familie aufkommen können.

Beispiel 1: Eine Familie, 2 Kinder – beide Eltern solar, Kind 1 (Luno) lunar, Kind 2 (Sola) solar:

  • Warum kann unser Luno einfach nicht stillsitzen am Tisch?
  • Warum ist Luno einfach abends nicht rechtzeitig ins Bett zu bekommen? Und dann macht er auch noch seine Hausaufgaben abends auf den letzten Drücker!
  • Muss Luno ständig herumspringen, wo es doch gerade so gemütlich ist, zu sitzen und die Ruhe zu genießen?
  • Luno hat schon wieder beim Spielen nur die Türme von Sola umgeschubst. Da gab es nur Geheule im Kinderzimmer.

Die meisten solaren Menschen (aktive Ausatmer) kann man als „Beruhiger“ bezeichnen. Sie finden Entspannung in ruhenden Dingen – z. B. der fertige Turm aus Bauklötzchen von Sola, nach dem Essen noch gemütlich am Tisch sitzen und reden. Wenn dann ein lunarer Mensch (aktiver Einatmer), den man als „Beweger“ bezeichnen kann, in der Nähe ist, so kann er mit seinem, für ihn natürlichem Verhalten sehr viel „Unruhe“ in die solare Ordnung bringen. Denn für ihn ist es entspannend, in Bewegung zu sein. Bewegung heißt also auch, der Turm fällt um. Man kann ihn ja wieder neu bauen. Es ist also erst einmal kein böser Wille, wenn der Turm von Sola umgestoßen wird, sondern einfach die Freude an der Bewegung. Wenn diesem Verhalten dann mit Unverständnis begegnet wird, kann sich daraus schon eine erste Hürde in der Kommunikation ergeben.

So ist es übrigens auch mit den anderen Fragen. Ein lunarer Mensch sitzt nicht gerne still. Deshalb stresst man Luno um so mehr, wenn er lange still sitzen soll. Auch hier sind die Schwierigkeiten vorprogrammiert, wenn man diese unterschiedlichen Bedürfnisse nicht beachtet.

Ja und lunare Menschen sind Spätaufsteher und somit auch Spät-Ins-Bett-Geher. Die geistig aktive Phase ist am Nachmittag/Abend. Auch wenn es den solaren Eltern unverständlich ist, lassen sie Luno die Hausaufgaben abends machen und schon zieht zu Hause viel mehr Entspannung ein.

Wie könnten die Fragen aussehen, wenn sich das ganze umdreht?
Beispiel 2: Eine Familie, 2 Kinder – beide Eltern lunar, Kind 1 (Luno) lunar, Kind 2 (Sola) solar:

  • Warum muss Sola immer so lange rumsitzen?
  • Warum ist Sola abends immer so zeitig müde? Man kann abends mit ihr gar nichts unternehmen.
  • Kann Sola nicht einmal ohne Murren mit zum Wandern kommen?
  • Muss Sola immer schon 6 Uhr morgens aufstehen?
  • Was heult sie nur immer so rum, nur weil Luno mal ihren Turm umwirft?

Vielleicht kommt Ihnen das Eine oder Andere bekannt vor. Vielleicht haben Sie für Ihre Familie noch nicht die richtige Lösung gefunden? Gerne berate ich Ihre Familie auch unter Beachtung der anderen, durch den Atemtyp mitbestimmten Eigenschaften, wie z.B. Denk-Empfindungs-Typ/Empfindungs-Denk-Typ und Ich-Betonung.